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Veränderung |
Datum/Zeit |
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60,85 € |
+0,10 € |
+0,16 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006602006 |
660200 |
- € |
- € |
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GEA Group halten 10.11.2006
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Roland Könen, stuft die GEA Group-Aktie (ISIN DE0006602006 / WKN 660200) unverändert mit "halten" ein.
Die GEA Group sei ein international ausgerichteter Technologiekonzern und konzentriere sich auf den Bereich Engineering, wobei hier die Aktivitäten der ehemaligen Tochter GEA AG (Prozess- und Komponententechnik) den Schwerpunkt bilden würden. Die Tochtergesellschaften Lurgi, Lurgi Lentjes und Zimmer seien im Großanlagenbau tätig und sollten verkauft werden.
Die Gesellschaft habe gestern ihre Neun-Monats-Zahlen 2006 vorgestellt, die in den Kernsegmenten ein deutliches Wachstum in Umsatz und Ertrag hätten aufzeigen können. Nachdem GEA den Verkauf des Großanlagenbaus beschlossen habe, werde dieses Segment (bis auf Lurgi Bischoff) als nicht-fortgeführter Bereich bilanziert. Aus diesem Grund seien die zuvor berichteten Daten nicht mehr mit den aktuell vorgestellten Zahlen vergleichbar.
Die publizierten Zahlen würden auf der einen Seite über den Erwartungen liegende Pluszeichen in den Kernbereichen zeigen, wozu hier alle drei Segmente beigetragen hätten. Auf der anderen Seite sei der Konzernperiodenüberschuss durch die bereits berichteten Effekte aus der weiteren Restrukturierung von Zimmer sowie von den avisierten, jedoch höher als erwarteten Verlusten aus der Auftragsabwicklung bei Lentjes deutlich belastet (nicht-fortgeführte Bereiche).
Positiv sei die weitere Entwicklung im Auftragseingang zu bewerten, der in den Kernbereichen nach drei Quartalen um 23% auf 3,2 Mrd. Euro habe gesteigert werden können. Auch hier hätten alle drei Kernbereiche mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten zum guten Ergebnis beigetragen. Der Auftragsbestand habe sich im Jahresvergleich folglich um 26% auf 2,0 Mrd. Euro erhöht.
Bezüglich des Verkaufs des Großanlagenbaus habe das Management die Absicht bestätigt, die entsprechenden Verträge noch im laufenden Jahr unterschreiben zu wollen, wobei es angabegemäß eine Reihe von Finanz- bzw. strategischen Investoren gebe. Für Lentjes, Zimmer und Fleissner würden bereits Gespräche laufen, wobei die Fleissner- Transaktion kurz vor dem Abschluss stehen solle.
Der Konzern betone noch einmal, dass sich durch den Verkauf des Großanlagenbaus die bereinigte Nettofinanzposition ausgehend von 279 Mio. Euro (30.9.2006) um etwa 700 Mio. Euro verringern werde. Parallel würden sich aber auch die Verbindlichkeiten aus den Kundenanzahlungen sowie die Pensionsrückstellungen reduzieren. Das Management gehe davon aus, dass es insgesamt zu einem positiven Kaufpreis kommen werde, der die Finanzlage dann verbessern würde.
Angesichts der Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ersten drei Quartale sowie der Auftragseingangssituation habe der Konzern seine Gesamtjahresguidance 2006 konkretisiert und diese auch der neuen Struktur angepasst.
Für die fortgeführten Bereiche erwarte das Management nun ein Umsatzplus von mehr als 15% (zuletzt: über 10%) auf über 4 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis solle dann oberhalb der zuletzt kommunizierten Marke von 250 Mio. Euro liegen und somit eine EBIT-Marge von mehr als 6% erreichen. Aufgrund der hohen Belastungen aus den nicht-fortgeführten Bereichen werde das Konzernergebnis jedoch deutlich negativ ausfallen. Bezüglich der Dividendenzahlung für 2006 halte sich die Gesellschaft dahingehend bedeckt, dass eine mögliche Ausschüttung von den Modalitäten des Verkaufs des Großanlagenbaus abhängig sei ohne hier konkretere Details nennen zu wollen.
Ausgehend von dem aktuellen Auftragsbestand erwarte der Konzern auch für das folgende Geschäftsjahr 2007 auf vergleichbarer Basis einen leicht höheren Umsatz bei einer sich weiter verbessernden EBIT-Marge.
Insgesamt würden die Quartalszahlen in den Kernsegmenten unverändert deutliche Pluszeichen im Umsatz und operativen Ergebnis zeigen. Die verbuchten hohen Belastungen bei Lentjes hätten zwar auf der einen Seite enttäuscht, dürften aber auf der anderen Seite angesichts des bevorstehenden Verkaufs des Großanlagenbaus mit Blick auf die Ertragsentwicklung des Konzerns in den kommenden Jahren nur von untergeordneter Bedeutung sein.
Das aktualisierte Bewertungsmodell (Peer Group- Analyse) der Analysten zeige im derzeitigen Kapitalmarktumfeld einen fairen Wert in einer Bandbreite zwischen 12 Euro und 18 Euro (Mittelwert: 15,95 Euro). Dieser Wert werde durch das DCF-Modell der Analysten untermauert, das aktuell einen fairen Wert von 15,80 Euro liefere.
Da die Analysten davon ausgingen, dass es im Zuge von positiven Nachrichten zum Verkauf des Großanlagenbaus zu weiteren Kursimpulsen kommen werde, würden sie ihr Kursziel auf Jahressicht von bislang 15,00 Euro auf 16,00 Euro anheben. Auf aktuellem Kursniveau bestätigen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Empfehlung für die GEA Group-Aktie mit "halten". (10.11.2006/ac/a/d)
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